Salutogenese

Wäre es nicht wunderbar, wenn ihr Kind (und Sie) sagen könnte(n) (an 365 Tagen im Jahr):
Ich bin gesund!(körperlich)
Ich bin heil! (seelisch und geistig gesund)

Die Fähigkeit immer wieder Gesundheit herstellen zu können, wohnt unseren Körpern inne. In der Lehre von der Gesunderhaltung, der Salutogenese (Was erhält uns gesund? Was fördert unsere Gesundheit?) (im Gegensatz zur Lehre der Krankheit, der Pathogenese) wies A. Antonovsky auf einige Grunbedingungen im Lebenslauf hin, die dazu führen, dass diese Fähigkeit wirksam sein kann. Antonovsky setzte sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Menschen trotz größter Widrigkeiten körperlich und seelisch gesund bleiben können.

  1. Ein ausgeprägtes Kohärenzgefühl führt dazu, das ein Mensch flexibel auf Anforderungen reagieren kann. Er aktiviert die für diese spezifischen Situationen angemessenen Ressourcen.
    Das Kohärenzgefühl beinhaltet:

    • das Grundgefühl des Verstehens einer Situation. Die Verstehbarkeit bezieht sich auf die Fähigkeit krisenhafte Ereignisse wie Tod, Ärger, Erkrankung, Verlust usw.  anzunehmen und zu verarbeiten. Selbst eine überraschend eingetretene Situation kann realistisch beurteilt und eingeordnet werden. Menschen, die die­ses Gefühl der Verstehbarkeit haben, sehen sich in der Lage, Erfahrungen (auch in für sie völlig neuen Situationen) als durchschaubare, geordnete und transpa­rente Informationen verarbeiten zu können. Sie müssen es noch nicht können, aber das Gefühl – die Gewissheit – haben, das es ihnen gelingen kann. Das setzt die Annahme voraus, dass die Welt und die Ereignisse, die mich betreffen, prin­zipiell verstehbar sind, die Welt und ihre Abläufe also prinzipiell erkennbar ge­ordnet abläuft. Menschen, die so empfinden, fühlen sich weniger Situationen ausgeliefert (traumatischen Konflikten – s.unten), die auf sie chaotisch, willkürlich, nicht erklärbar oder durchschau­bar sind. Diese Menschen sind also in der Lage, auch Probleme oder Belastun­gen, die auftreten, in einem größeren Zusammenhang zu begreifen oder diesen größeren Zusammenhang zumindest anzunehmen.
      Dieses Grundgefühl entsteht im Kind durch eine verlässliche, sichere Bindung zu den Eltern in der Schwangerschaft, bei der Geburt, beim Stillen und in den ersten Lebensjahren danach. Es basiert auf Vertrauen.
    • das Leben als sinnhaft zu empfinden.  Es geht hier vor allem darum, inwieweit ein Mensch sein Leben als emotional sinnvoll empfindet, er Ziele und Projekte im Auge hat, für die es lohnt, sich zu engagieren. Antonovsky präzisiert dies auch noch im Bezug auf Probleme, mit denen man im Leben konfrontiert werden kann: Dass wenigstens einige der im Leben gestellten Probleme und Anforderungen es wert sind, dass man Energie in sie investiert, dass man sich für sie einsetzt und sich ihnen verpflichtet, dass sie eher willkommene Herausforderungen sind als Las­ten, die man gerne los wäre. In diesem Grundgefühl verbirgt sich die Quelle der Motivation: Sinnvoll ist etwas, was nicht nur gedanklich plausibel ist, sondern so empfunden werden kann, dass es sich lohnt, Mühen und Energien nicht zu scheuen, etwas anzupacken.
      Das Kind erlebt sich günstigenfalls im Urvertrauen als verbunden = geliebt. Kein Zweifel, keine Angst trübt sein Gefühl des Wohl-Seins (Ich bin  – gut).
    • ein hohes Maß an Selbstvertrauen in Bezug auf die grundsätzliche Handhabbarkeit/Bewältigbarkeit der jeweiligen Lebenssituation.
      Menschen, die ein Gefühl von Handhabbarkeit er­leben, sind davon überzeugt, dass auftretende Schwierigkeiten im Leben lösbar sind. Sie sind sich sicher, über genügend Kompetenzen und Ressourcen zu verfü­gen, um auch mit schwierigen Anforderungen fertig werden zu können und sei es mit Hilfe anderer Personen.
      Wenn kleine Kinder viele Gelegenheiten bekommen, Dinge selber zu tun … dann bildet sich im Kind das Selbstvertrauen in die eigenen – wachsenden – Kräfte. Es entsteht im Kind die Sicherheit: Ich kann das und ich kenne mich aus.
      Dieses Gefühl von Handhabbarkeit bzw. Bewältigbar­keit, diese Zuversicht und das erfahrene Wissen entstehen durch erlebten elterlichen Zuspruch, hundertfaches Mutmachen in herausfordernden Situationen, einen ungebrochenen Herzenswillen und viele reale (ich muss das heutzutage betonen) Erfahrungen in der Natur, die Ausdauer, Kraft, Disziplin und vieles mehr fordern und fördern.

Die Gesamtaussage könnte sein:
Ich erkenne Zusammenhänge in meinem Leben und in meinem Schicksal, Aufgaben sind für mich Herausforderungen, die ich lösen kann, und es gibt Ziele und Visionen, für die es lohnt, sich zu engagieren.

Beim salutogentischen Ansatz geht es also nicht um die Abwesenheit von Krankheit, sondern um das individuelle Maß der Fähigkeit mit Stressoren physischer, biochemischer, emotionaler oder sozialer Herkunft umgehen zu können. Die zentrale Aufgabe des Organismus ist die Bewältigung der Spannungszustände, die dadurch entstehen. Dafür braucht es eine gute Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit.

© mbolina / Fotolia.com
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Was ist Krankheit?

Dr. Stefan Lanka benennt vier grundlegende Lebensprinzipien auf deren Bedrohung wir reagieren, die sich in allen Lebensformen, Zellen, Geweben, Organen, in unserer Wahrnehmung und unserem Verhalten zeigen:

Verdauung, Schutz, Bewegung und Kontakt.

Zellen und Gewebe der vier Lebensprinzipien reagieren auf anhaltende, existentielle Traumen (ob „tatsächlich“ oder „eingebildet“) entweder mit Aufbau von Zellen und Geweben oder mit Abbau und entsprechend veränderter Wahrnehmung und verändertem Verhalten.

Heilung ist die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes und beim Lebensprinzip Bewegung sogar die Verstärkung durch Vergrößerung der Strukturen.

Wir sind nur dann gesund, wenn alle vier Prinzipien im Gleichgewicht sind.

Körperliche, psychische, materielle und psychosoziale Ressourcen (Widerstandskräfte) helfen dabei, dass Heilung auf der Basis des Kohärenzgefühls ohne Blockaden von statten gehen kann.

Auch wenn wir einige Methoden und Mittel kennen, um dabei zur Seite zu stehen, so ist doch letztendlich jede Heilung eine Selbstheilung. Auf diesen inneren, geistigen Zustand des Heilseins bezieht sich: Ich bin heil.

Ohne diese Blaupause wie jede Zelle, jedes Organ und das Zusammenspiel aller in einem Körper ursprünglich gedacht ist, gäbe es keine Selbstheilung. Diese zugrundeliegende Matrix  muss angesprochen werden, wenn Gesundheit angestrebt wird.

Dazu gehört auch der Glaube daran, dass wir Krankheit nicht hilflos ausgeliefert sind. Das ist nicht vorgesehen im Bauplan. Hilflosigkeit entsteht bei einem dauerhaften Einbruch des Kohärenzgefühls in frühester Kindheit und aktiviert damit ein biologisches Schutzprogramm. „Individuelle und kollektive Ereignisse, die mich oder meine Nächsten betreffen, unerwartet geschehen und die Existenz in Frage stellen oder so empfunden werden, lösen Vorgänge aus, die wir als Krankheiten des Körpers und der Psyche bezeichnen. Mangel und Vergiftung können das Gleiche bewirken und Heilungsvorgänge erschweren oder verhindern.“ (Dr. Lanka)

Jede Krankheit ist immer die Antwort des Individuums auf eine Schädigung. Wenn eine Unterkühlung, eine Vergiftung, eine Verletzung, eine seelische Verletzung erfolgt, reagiert der betroffene Mensch mit Krankheit. Die Krankheit selbst kann nicht übertragen werden. Der Begriff: übertragbare Krankheit stammt aus der Zeit des finstersten Aberglaubens und der unwissenschaftlichen Vorstellung vergangener Jahrhunderte.schreibt Dr.med. J. Loibner in Mythos Ansteckung.

und weiter:

„1. Krankheit ist kein eigenes Wesen, ist keine Kreatur, ist ein Lehrbuchgebilde

2. Krankheit ist die individuelle Reaktion auf eine Schädigung. Daher ist keine Krankheit auf ein anderes Individuum übertragbar.

6. Impfungen können nicht die Krankheitsursache beseitigen. Bakterien und Viren werden vom Organismus selbst gebildet. Sie sind unersetzlich für die Wiederherstellung geschädigter Zellen

7. Mit dem Begriff Ansteckung versuchten sich die Menschen in vorwissenschaftlicher Zeit, die Entstehung von Krankheiten zu erklären.
Mit dem von Angst und Unwissen besetzten Begriff Ansteckung versuchen heute die Impfbetreiber, Impfungen zu erzwingen.“

(modifiziert nach: Dr. J. Loibner Mythos Ansteckung)

„In Wirklichkeit sind Erreger also nicht die Ursache einer Erkrankung, sondern die Auswirkung einer Disharmonie, welche die eigentliche Ursache der Krankheit ist. Schon Paracelsus lehrte: „Krankheit entsteht, wenn eine Harmonie im menschlichen Körper gestört wird. Kein Organ kann für sich allein tätig sein, sondern immer nur im Zusammenhang mit dem ganzen Körper. Eine Heilung kann nur zustande kommen, wenn alle Organe sich gemeinsam in den Dienst der Abwehr stellen.“

Was macht es folglich für einen Sinn, „Erreger“ gezielt abzutöten? Wäre es nicht viel sinnvoller, den ganzen Körper so zu harmonisieren, daß seine ihm innewohnenden Kräfte jenes natürliche Gleichgewicht wieder herstellen können, das es keinerlei Krankheit erlaubt, überhaupt erst Fuß zu fassen? Also nicht gegen Krankheiten kämpfen, wie es die Schulmedizin tut, sondern die Gesundheit fördern, wie es dem naturheilkundlichen Denkansatz entspricht.“


Die WHO sagt: „Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“

Folgendes sollte Ihnen daher nicht normal vorkommt:

  • dass Ihr Kind (und/oder Sie) mehrmals im Jahr krank ist
  • an Allergien leidet
  • an Asthma
  • an Neurodermitis
  • etliche Lebensmittel nicht verträgt
  • nicht fröhlich ist und
  • unbeschwert
  • sein Stuhl schlichtweg stinkt
  • es dicker und dicker wird
  • wenig Ausdauer hat und
  • Konzentrationsfähigkeit
  • unruhig und gereizt ist
  • Probleme hat sich zu langweilen
  • eher chaotisch als kreativ ist
  • nicht in sich ruht
  • Defizite bei körperlichen Ausdauerleistungen, altersgerechter Körperkraft und Koordinationsfähigkeit hat
  • Haltungsschäden  und Wachstumsschmerzen aufweist
  • vermehrt Unfälle hat
  • usw.

Dann ist es Zeit für Veränderungen!
Für tiefgreifende Maßnahmen.

© Sandra Knopp / Fotolia.com
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Die menschliche Biologie wird immer gleich bleiben, zumindest solange wir Menschen sind. Darum können wir versuchen, uns von unserem Ursprung zu entfernen (wie wir das sowieso täglich tun). Aber wie ein Jo-jo werden wir automatisch wieder zurückgezogen…. Und genau das ist der Punkt:

a) Es fehlt der Glaube an die Natur, an die eigene Heilkraft und
b) Es fehlt der Bezug dazu.

Und so kommt es, dass wir lieber den Bürostuhl warmsitzen [den Kindergartenstuhl, den Schulstuhl, den Fernsehsessel], als uns …, in den Bach nebenan zu schmeißen – Letzteres ist kalt, dreckig und im Kopf der Schlauen einfach unnötig. “ (Eingefügt)

Übrigens: Kälte aktiviert Vitamin D!


„Robustheit ist die Fähigkeit den gesunden Zustand zu halten. Robuste Gesundheit ist das zentrale Mittel um unser Leben zu leben.

Lebensqualität ist das eigentliche Ziel unserer Bemühungen.

Gesundheit ist nur ein Mittel aber niemals Zweck. Es geht um Wohlbefinden, ein langes Leben … und um Handlungsfreiheit.“


… „Schüler/-innen verbringen in Norwegen das 1. Schulhalbjahr der 9. Klasse nicht nur im Klassenzimmer, sondern vor allem draußen in der Wildnis. In sieben Monaten wächst das Schüler-Lehrer-Team zusammen: besonders während der einwöchigen Expeditionen per Kajak auf einem Fjord, beim Wandern im Fjell oder in der schneebedeckten Landschaft auf dem Schlitten mit den kraftvollen Huskys im Gespann vorweg.“ (globetrotter news)

Ist das ein Weg?