Was hält Sie gesund? Was hält Ihr Kind gesund?

Ein natürlich(er)es Leben

Um es kurz zu machen.

Einige Notwendigkeiten:

  • Normale Geburt (wenn möglich kein Kaiserschnitt)
  • langes Stillen (wenn möglich deutlich länger als sechs Monate)
  • Geborgenheit (nicht vor drei Jahren in die Kita, wenn möglich noch später. Wenn überhaupt!) Nichts wirkt auf die seelische Entwicklung und damit auch auf die körperliche Gesundheit verletztender ein, als wenn ein sich Kind allein gelassen fühlt.
  • Draußen sein
  • Gefahren, Herausforderungen bewältigen
  • Wasser, Schlamm und Erde
  • Sonnenlicht (ohne Schutzmittel!)
  • Bewegung, viel Bewegung
  • Barfuß über die Wiese, rein in den Bach
  • Wildkräuter und Baumblätter
  • Tierkontakt (besonders auf dem Biobauernhof)
  • möglichst nur natürliche Kohlenhydrate in Form von Gemüse (viel) und Obst (mäßig)
  • Möglichst keine Fertig-Nahrung
  • Gute Proteinquellen
  • Gute Fette
  • Reichlich Vitamine und Spurenelemente
  • Rhythmus, Sinnhaftigkeit und Ordnung
  • Schlaf, Ruhe, Versunken sein (Alpha -Zustand)
  • Gegenwärtig sein im Jetzt
  • Geistige Wurzeln: Glauben, Spiritualität
  • Hatte ich Liebe schon erwähnt?

Die Menschheit ist weit von der einfachen, natürlichen Lebensweise abgewichen; sie hat in jeder Beziehung das Leben anders gestaltet, als es sein sollte. (S.Kneipp) Das hat jemand im letzten Drittel des 19.Jahrhunderts geschrieben, der seine Lungentuberkulose selbst heilte. Durch baden in der Donau. Im Winter!!
Tatsächlich ist es nicht das Wasser allein. Der Kältereiz aktiviert nämlich: Vitamin D!

Vielleicht ist es nicht angebracht, das Zimmer einen kleinen Kindes mit Linoleum auszulegen; vielleicht sollte man lieber  eine Fuhre gesunden gelben Sandes darin verteilen und ein Sortiment von Holzstäben und eine Schubkarre Steine hinzugeben? Vielleicht wären Bretter, Dachpappe, ein Pfund Nägel, Säge, Hammer und eine Hobelbank willkommenere Geschenke als ‚Spielzeug‘ … Dann müsste man aber aus dem Kinderzimmer die Ruhe und die sterile Sauberkeit eines Krankenhauses so wie die Furcht vor zerschundenen Fingern verbannen.“ (Janus Korcazak, 1879-1942: Arzt, Kinderbuchautor, Pädagoge)

„Damit Kinder sich gesund entwickeln und sich auf den Weg machen können, die Welt und ihre eigenen Gestaltungs-möglichkeiten in dieser Welt zu entdecken, brauchen sie vor allem eins: Vertrauen. … Kinder verlieren ihre angeborene Lust am lernen, ihre Begeisterung und ihre Entdeckerfreude am eigenen Gestalten, wenn sie die Erfahrung machen (müssen), dass sich niemand darüber freut, dass sie damit eher stören, oder dass das Lernen, Entdecken und Gestalten ihnen bei der Lösung der Probleme, die ihnen in dieser Welt begegnen, nichts hilft, wenn sie also mit all dem, was sie schon wissen und können im Grunde nichts anfangen können und nicht gebraucht werden.

Kinder sind keine Gefäße, in die all das Wissen hineingefüllt werden kann, was die Erwachsenen für wichtig erachten. Sie lernen, indem sie zunächst mit anderen Menschen, die ihnen wichtig sind, und später auch mit all dem, was diesen Menschen wichtig ist, in Beziehung treten. Deshalb brauchen sie Erwachsene, die ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, die ihnen (gelegentlich auch) Probleme bereiten,  und ihnen bei der Lösung von Problemen behilflich sind. Nur so können sie Vertrauen entwickeln. Vertrauen in die Kraft Sicherheit bietender Beziehungen zu anderen Menschen und Vertrauen in ihre eigene Kraft, in ihr Wissen, ihr Können und ihre gestalterischen Möglichkeiten.

Wenn Kinder dises Vertrauen verlieren, verlieren sie ihre Sicherheit, und wer verunsichert ist und Angst hat, wer unter Druck gesetzt und von übermäßigen Erwartuzngen gedrückt wird, dem vergeht sehr schnell die Lust am Lernen, Entdecken und Gestalten. Das geht Erwachsenen so und Kindern erst recht.“

(Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther in a tempo 1/2004)


Eines der besten und wichtigsten Dinge, die wir für unsere Kinder tun können:

Zeigen Sie ihnen wie man den Tag in Dankbarkeit beginnt und abschließt.